Haseperry im Wunderland

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Im Wunderland Deutschland-eine unglaubliche Geschichte 2005

Eine unglaubliche Geschichte hat sich wirklich zugetragen

Haseperry im Wunderland

 

Es war vor nicht allzu langer Zeit in Deutschland.

Haseperry saß im Garten und genoss das Wetter und sein Angebautes. Die Zeit spielte  für Ihn keine Rolle, denn davon hatte er genug. Er fühlte sich eigentlich sehr wohl und es könnte alles so schön sein, wenn da nicht die dunklen Wolken am Himmel wären. Haseperry hatte bisher ein unbeschwertes Leben geführt. Erfolgreich im Job und eine liebevolle und wundervolle Familie ließ sein Herz stetig höher schlagen. Die dunklen Wolken kamen aber unverhofft in Form der Agenda 2010. Von bösen Zwergen erfunden, brachte Sie Unheil über viele Menschen im Land. So auch für Haseperry.  Er hatte gerade erfolgreich eine Umschulung zum Fachinformatiker abgeschlossen. Diese war so gut, dass die Abschlußarbeit mit 100 % bewertet wurde. Das Pech von Haseperry war, das er bereits 55 Jahre auf dieser Welt verweilte. So blieb Ihm nur, die durch Agenda 2010, eingeführten 1 Euro Jobs. Eine IT Firma verstand es genial diesen Vorteil für sich auszunutzen.

 

Der 1 Euro Job

 

Haseperry hatte in dieser Firma sein Praktikum durchgeführt. Der Wert dieses Praktikums wurde, wie schon erwähnt mit 100% eingestuft, also sehr wertvoll! Das erkannte auch die Firma. Also boten Sie Haseperry an, für 1 Euro zu arbeiten. Sie umgarnten Ihn schmeichelhaft mit dem Argument, er könne ja 165 Euro dazu verdienen. Also könne er auch 165 Stunden für die Firma arbeiten! Da sich Haseperry natürlich eine feste Übernahme erhoffte, machte er diesen Deal mit. Haseperry war gut , in kurzer Zeit wurden ihm 4 Netzwerke  übergeben, die er zu betreuen hatte. Da reichten gelegentlich auch 165 Stunden nicht aus. Aber das machte Haseperry nichts aus. Er werkelte und werkelte wie ein flinker Hase. Im Grunde genommen, hatte er daher ständig Bereitschaft. Eine Firma verlangte Freitag gegen 23 Uhr eine Reparatur am Server, da dieser nicht richtig lief. In einer anderen Firma musste die Umstellung des gesamten Firmenprofils organisiert werden.

 

Viele Firmen nutzten Gerhards Wunder Erfindung aus

 

Haseperry richtete die Domänen Struktur ein, tauschte den Mail Server KEN in Exchanges Server aus. In einer anderen Firma wurde der Small Business Server 2003 eingebunden.

Und so ging das bis zu dem Tag, als Haseperry erfuhr, dass eine Firma für einen Monat 2005 mit der Rechnungsnummer  10-2005-717 sagenhafte 2300,- Euro, gemäß Vertrag zur Wartung und Weiterentwicklung der Netzwerkstruktur abverlangte. Jetzt dachte Haseperry natürlich sofort an das, was die Firma ihm bezahlte, genau 165 ,- Euro und was diese IT Firma für nur eine Firma von insgesamt 4 Firmen an Geld bekommen hatte. Haseperry fühlte sich wie nach einem KO Schlag. Ein Gespräch brachte auch keine Lösung, weil man an einer Lösung nicht interessiert war. Man tauschte Haseperry mit einem Studenten aus, der gerade sein Informatikstudium beendet hatte.

 

Zeitarbeitsfirmen blühen auf

 

An all dies dachte Haseperry, als er im Garten an die Wolken dachte, die am Firmament auftauchten. Bekommt Haseperry keinen Job, dann hat er auch kein Geld mehr. Er würde kein Harz 4, dank Agenda 2010, bekommen da seine Frau mehr verdient, als mit dem Grenzwert festgelegt ist und der liegt bei 800 Euro. Also verschickt Haseperry über 100 Bewerbungen einschließlich sehr guten Zeugnis. Aber keine Antwort ist auch eine Antwort. Was Haseperry nicht versteht,  das sich viele Zeitarbeitsfirmen für Ihn interessieren.  Haseperry ist kräftig und konditionell noch bestens aufgestellt. Also kann er in der Produktion arbeiten. Er hat ein Studium und eine IT Ausbildung. Da kommen Firmen gleich auf die Idee, Bankberater durch Zeitarbeiter zu ersetzen. Oder für Telekom als Telefonberater zu arbeiten. Das alles hat Haseperry gemacht. Für ein Bank beriet er Kunden, wieviel Geld welche Geldanlage brachte.

 

 

Not am Man durch Agenda 2010

 

Die Arbeitszeit war am Tag von 20 bis 24 Uhr und fast jedes Wochenende, da in der normalen Arbeitszeit die festangestellten Berater arbeiteten. Diese bekamen dann noch 3000 Euro und Haseperry 980 Euro und tätigte aber die gleiche Arbeit wie die festangestellten Mitarbeiter. Wenn man 14 Wochen kein einziges Wochenende frei bekommt, dann ist schnell die Luft raus. Es ist reines Ausnutzen. Später für die Telekom  wurde Haseperry als Supportmitarbeiter eingesetzt und beriet Kunden, egal ob aus Bonn oder Leipzig im Störungsfall.  Er musste jeden Tag 150 Km fahren und verdiente dabei 700,- Euro Netto. Da er 350,- Euro Tankkosten hatte, lohnte sich dieser Job nicht. Welcher Mensch kommt mit 350,-Euro aus? Eine Übernahme war nicht in Aussicht. Man hatte ja gerade dieses Modell eingeführt, gute und hochwertige Arbeit mit wenig Geld abzufinden! Warum soll das geändert werden. Die Agenda 2010 hat ganze Arbeit geleistet. Haseperry hatte immer noch Hoffnung auf einen gut und vernünftig bezahlten Job. Aber der Hammer sollte noch kommen. Auch größere Firmen finden Löscher, um die Leute besser auszunutzen.

 

BMW Werk Leipzig

 

Harz 4 und Agenda 2010 bietet hierfür jede Menge Gelegenheiten. Da 2005 immer mehr Menschen durch die Agenda 2010 an den Rand des Existenzminimums gedrängt werden, stehen die Leute Schlange im Arbeitsamt.

Da wurden noch verrücktere Ideen geboren, dass merkte auch Haseperry bald. In Leipzig baute BMW ein Werk auf, das so ganz anders aufgestellt war, als das Stammwerk in München.

Outsourcing bzw. Auslagerung war das Schlagwort. Abgeleitet aus dem englischen Begriffen, bedeutet das out und source (von außerhalb beziehen)  oder ökonomisch ausgedrückt,  die Abgabe von Unternehmensaufgaben und -strukturen an externe oder interne Dienstleister. Es ist eine spezielle Form des Fremdbezugs von bisher intern erbrachter Leistung, wobei Verträge die Dauer und den Gegenstand der Leistung fixieren. Das grenzt Outsourcing von sonstigen Partnerschaften ab.

 

Die Schattenwirtschaft

 

In Deutschland und nur in Deutschland wird mit dem Begriff Outsourcing oft die Auslagerung von Arbeitsplätzen in kostengünstigere (weil häufig nicht tarifgebundene) Tochtergesellschaften verstanden.

Haseperry hatte in der Schule auch sehr viel gelernt, wobei auch Ökonomie und Betriebswirtschaft eine Rolle spielte, deshalb hoffte er noch auf die Vernunft der Entscheidungsträger.

Aber unser Gerhard Schröder hat sich doch viel lieber um seine Zukunft in der Wirtschaft gekümmert. Die sah wahrscheinlich schon damals Gasprom-lastig aus. Gerhard waren alle Haseperrys scheißegal. Plötzlich schossen Mafiaartige Gebilde aus dem Boden, die alle nur ein Ziel verfolgten“ mehr Kohle die ich mir hole“ und wenn’s vom einfachen Arbeiter ist. Haseperry bekam eine Einladung zu einer 12 Wochen Ausbildung um bei BMW zu arbeiten. Zunächst hat es Ihn gefreut überhaupt wieder eine Arbeit zu bekommen.

 

Die Mogelpackung

 

Aber was Haseperry dann erlebte, kann mit einfachen Worten nicht wieder gegeben werden.

Man kann es drehen wie man will, verstehen wird das nicht jeder. 40 Arbeitslose wurden im Lehrgang begrüßt. Als erstes wurde  ein Test geschrieben mit Dreisatz, Prozentrechnungen und einiges mehr. Dann kamen Rollenspiele dazu, wie es Haseperry aus seiner Zeit als Verkaufsleiter kannte.

Er wusste es besser, aber auch er dachte, dass es vielleicht um eine Leitungsaufgabe ging. Die Tests wiederholten sich 3 Tage lang. Die Folge war, dass die weniger qualifizierten Teilnehmer heraus fielen. Übrig blieben dann nur noch jugendliche Abiturienten oder Teilnehmer mit Studium. Auch Haseperry befand sich in diesem Restfeld. Am Ende der zweiten Woche kam es zum Countdown. Es wurde noch einmal ein Test geschrieben, wo es um Wissen, Auffassungsgabe, Schnelligkeit und Genauigkeit ging. Die besten Drei könnten dann schon Montag bei BMW anfangen.

 

Der Vergleich

Diese Mogelpackung war schon genial verpackt. Wahrscheinlich hatte diese auch die Beratungsfirma Roland Berger entwickelt. Diese Mogelpackung, die das Arbeitsamt mit BMW entwickeln lies, war eine geniale Erfindung den Arbeiter noch mehr auszupressen. Haseperry war  bei den ersten dabei. Er wusste nicht, ob er stolz oder verzweifelt sein sollte. Denn die anderen Teilnehmer blieben noch eine Woche in der Schule.

Montags begann für Haseperry und den anderen Zwei eine neue Etappe. Keiner von Ihnen wusste etwas über Sklaven. Aber in dieser Firma bekam man schnell ein Gefühl dafür, wie es sein könnte Sklave zu sein. Man sollte mit dem Begriff Sklave vorsichtig umgehen. Aber hierbei fällt es schwer anderes darüber zu denken- Nach einer  Einweisung im Betrieb wurde Haseperry an der Station VoSi eingesetzt.

 

VoSi oder Vordersitze

 

VoSi heißt Vordersitze. Hasperry wurde auch nur mit VoSi angesprochen. VoSi mache dies oder mache jenes. Und VoSi rannte wie ein Irrer. VoSi muss innerhalb kurzer Zeit 4 Behälter mit Ware befüllen. Die Ware bestand aus 18 Teilen. Für jeden Behälter gab es einen Lieferschein. Die Behälter befanden sich auf einem Rollwagen. Dieser musste aller 2 min in die Produktion gefahren werden. Für die Befüllung der einzelnen Behälter war so wenig Zeit, dass der Lieferschein mit den Augen wie mit einem Scanner erfasst werden musste. Alles was für einen Vordersitz notwendig war, musste VoSi zusammen stellen. Ob Fahrersitz oder Beifahrersitz, ob für England oder Deutschland, ob mit Elektrischen Antrieb oder ohne erforderte unterschiedliche Zusammensetzungen. Die kurze Zeit, die zur Verfügung stand, war aber noch Abhängig von der Anzahl von Sitzen pro Stunde. Die 2 min waren etwa so ein Mittelmaß für 48 Sitze pro Stunde. Oft wurden aber  bis zu 56 Sitze pro Stunde verlangt.

 

Unmenschliche Zustände

 

An bestimmte Teile musste ein Schalter eingebaut werden. Das Loch dazu sollte VoSi selber stanzen. Dabei waren oft bis zu 20 %  Ausschuss. Die Stanze war nicht im besten Zustand. Manchmal wurden in einer Schicht 200 Teile gestanzt und manchmal nur die Hälfte. In der einen Schicht hatte VoSi  Glück in der anderen eben Pech. Aber es war eben nicht einfach nur Pech. Weil VoSi alle falsch gestanzten Teile noch einmal stanzen musste, wurde der Zeitinterwall oft nicht eingehalten. Obwohl Haseperry genau wegen seines Abschneidens in der Abschlussprüfung schon eine Woche eher eingesetzt wurde, war es selbst für ihn unmenschlich und kaum zu ertragen. Der Zustand verschlechterte sich von Stunde zu Stunde. Sind Fehlprodukte, durch die hohe Belastung, in die Produktion gefahren wurden, kam oft die Mitteilung über Fehler wie ein KO Schlag. Geradezu süffisant wurde dann mitgeteilt: VoSi wieder ein Fehler“! Das hieß Behälter nicht befüllen, sondern falsche Ware austauschen.

 

HiSi oder der Marathonläufer

 

Manche VoSi hielten diesen Zustand nicht lange aus. Viele sind einfach vor Erschöpfung umgefallen. Diese wurden dann schnell ausgetauscht und am nächsten Tag entlassen.  Bei HiSi also Hintersitze musste ein Pensum von etwa 30 km gelaufen werden. Gleiches Prinzip wie VoSi nur ohne Stanzen. Das war dann schon ein Glücksfall. Haseperry war immer froh, wenn VoSi überstanden war.

Auch bei HiSi wurden 4 Etagen eines Rollbehälters gefüllt. Auch hier galt für jede Etage ein Lieferschein. Das Regal war etwa 200 m lang. Erkannte nun HiSi, dass alle 4 Teile im hinteren Teil des Regals waren, war es logisch  alle Teile mitzubringen. Das wurde bei Strafe verboten. Da die Fehlerquote entscheidend war, sollten alle möglichen Fehler  vermieden werden. Also musste jedes Teil einzeln geholt werden. Deswegen die 30 Km Laufleistung. Haseperry musste in der Zwischenzeit, was auch andere Menschen tun müssen, auf Toilette. Es gab jetzt genau zwei Möglichkeiten diesen Zustand zu erledigen.

 

Notdurft die man nicht durfte

 

Erste Möglichkeit : Haseperry rennt zum Telefon um über den Schichtleiter einen Ersatzmann einsetzen zu lassen. Das beinhaltete mehrere Gefahren,Fall 1- in der Produktion ist die Ware ausgegangen, also musste  Haseperry zurück rennen und diesen Defizit ausgleichen.  Fall 2 -die Produktion läuft noch, Ware nicht ausgegangen, aber Schichtleiter hat keinen Ersatz. Also doch wieder zurück rennen, weil die Ware in der Zwischenzeit doch ausgegangen ist und den dringenden Bedarf hinten dran stellen. Zweite Möglichkeit: Haseperry kackt in die Hose. Die Folge bei Haseperry war natürlich nicht gesund. Verstopfungen waren an der Tagesordnung.

 

An einem Wochenende hatte Haseperry einen unverschuldeten Unfall. Eine ältere Dame katapultierte Ihn vom Fahrrad, weil Sie die Vorfahrt nicht beachtete. Haseperry fiel so unsanft, dass zwei Rippen gebrochen waren. Am Montag, nachdem er den Unfallarzt aufsuchte mit Krankschreibung, rief Haseperry in der Zeitarbeitsfirma an.

 

Faurecia ein Zulieferer

 

Nach diesem Gespräch zog es Haseperry vor, sofort wieder auf die Arbeit zu gehen.

Die Zeitarbeitsfirma drohte sofort mit Entlassung. Automatisch kam Haseperry der Vergleich mit den Sklaven in den Sinn. So Schlimm hat er es doch nicht. Ein Sklave kann erschlagen werden. Aber wenn Haseperry wieder auf der Strasse liegt ohne Arbeit. Was bleibt Ihm dann noch? Also ist er gezwungen diesen unmöglichen Zustand weiter zu ertragen. Er schafft das nur mit Schmerztabletten. Eigentlich befindet sich Haseperry noch in der Schulungsmaßnahme. Diese Maßnahmen werden vom Staat gefördert um Arbeitslosen zu helfen. Was als Hilfe gedacht ist, wird von vielen Unternehmen schamlos ausgenutzt. Wenn Haseperry durch den Rippenbruch krank geschrieben würde, dann hätte das Unernehmen keinen Schaden gehabt, denn er war ja noch in der Schulung. Aber weil er schon voll eingeplant war, man wollte ja Geld verdienen an Haseperry, wurde sofort gedroht. Und warum konnte das die Firma?

 

Auswirkungen der Behandlung

 

In der Zwischenzeit befanden sich schon wieder 40 Leute in einem neuen Lehrgang. Das Spiel begann von vorne.

Es war in diesem Unternehmen die Regel, wegen Kleinigkeiten sofort zu entlassen. Hatte sich ein Mitarbeiter verletzt in der Arbeit, dann wurden seitens des Betriebes zwei Maßnahmen ergriffen. Der betroffene Mitarbeiter wurde entlassen- die Belegschaft wurde in Sippenhaft genommen, indem für alle die 50,-€ Prämie gestrichen wurde. Das hatte zur Folge, dass die Arbeiter untereinander des Teufels waren. Jeder hatte auf den Anderen Wut.

Hasperry hatte einmal bei VoSi einen Zustand erreicht, der Lebensbedrohlich war! Aber für die anderen Mitarbeiter. Durch die hohe Stundenzahl an Auto Sitzne, durch Fehler beim  Stanzen, durch falsche Ware, die in die Produktion geliefert wurde und auszutauschen war, hat sich der Zustand von Haseperry dermaßen erhitzt, dass Provokationen seitens der Produktion das Fass überlaufen lies.

 

BMW bereichert sich

 

Hasperry überlegte  ob er dem Schichteiter, vom dem die Provokation kam, die Nase brechen sollte oder einfach alles stehen und liegen lassen sollte.

Haseperry hat sich für die zweite Variante entschieden. Ansonsten wäre es sicher ein Fall für den Staatsanwalt geworden.

Ein großes Problem war auch zur Spätschicht einen Parkplatz zu finden. Die Festangestellten  kamen zuerst. Haseperry und die anderen Zeitarbeiter musste sich mit dem Rest begnügen. Alle Zeitarbeiter hatten dieses Problem. Jeder kam deshalb immer zeitiger. Es war ein Kampf um den Parkplatz. Es waren einfach nicht genügend davon vorhanden. Aber das war BMW egal. Ihre eigenen Leute hatten einen Platz. Die Trottel von Zeitarbeiten sollen doch mit dem Fahrrad kommen. Irgendwann stellte Haseperry sein PKW auf einen Parkplatz ab, so glaubte er jedenfalls. Zum Schichtende bemerkte er seinen Irrtum. Sein Fahrzeug war weg. Abgeschleppt im Auftrag von BMW. Haseperry arbeitet für BMW und die lassen zum Dank das Fahrzeug abschleppen.

 

Für 400,- € einen Fulltime Job

 

Am Schichtende, hundemüde, stand Haseperry am Parkplatz und traute seinen Augen nicht, sein  Auto war weg.  Schnell bekam er den Grund dafür heraus. Er hatte im Parkverbot gestanden. Was für eine Scheiße läuft hier, dachte sich Haseperry. Es war in der Zwischenzeit 23.30 Uhr. Er musste sein Auto am alten Messegelände abholen. Entweder er zahlt sofort 165,- Euro oder das Fahrzeug bleibt wo es ist, raunzte  ein Mitarbeiter des Abschleppdienstes. Es war inzwischen 01:30 Uhr und Haseperry  wollte nur noch nach Hause ins Bett.

 

Haseperry weiss natürlich, dass die Meinungen über BMW Leipzig sehr differenziert sind und aus mancher Sicht nicht verständlich erscheinen. Ein BMW Mitarbeiter ist stolz und glücklich dort zu arbeiten. Er verdient gutes Geld und wird fair behandelt. Dem Zeitarbeiter bei BMW geht es schon schlechter aber immer noch besser als dem Zeitarbeiter der Zulieferer.

So ist in Leipzig ein System entwickelt wurden, dass dem einen gut gefällt und dem anderen eben nicht. Es nützt nur BMW selbst und bringt satte Gewinne.

Als Haseperry den Kapitalismus kennen gelernt hat, dass war 1989, da galt noch „ Leben und Leben lassen“. Da glaubte er, dass Kapitalismus und Demokratie eine wunderbare Symbiose eingeht und das man glücklich sein kann dieses wunderbare Gut zu besitzen.

Davon sind  wir heute meilenweit entfernt!

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